Anti-Schwerkraft-Magnete: Selektive Anziehung

Anti-Schwerkraft-Magnete: Selektive Anziehung
Anti-Schwerkraft-Magnete: Selektive Anziehung
Anonim

Manchmal brauchen die Kräfte der Schwerkraft eine "feste Hand", eine Kraft, die ihren Einfluss kontrolliert. Diese Rolle spielt der Magnetismus, der den Einfluss der Schwerkraft in gewisse Grenzen bringt und an der Bildung von Sternen und anderen Himmelskörpern aus Gas- und Staubwolken beteiligt ist.

Gravitationsmagnete: Selektive Anziehung
Gravitationsmagnete: Selektive Anziehung

Seit Jahrzehnten versuchen Astronomen, den Prozess, der zur Bildung von Sternen aus verstreuten Gas- und Staubwolken und Nebeln führt, im Detail zu verstehen. Besonders spannend ist die Frage, warum sich die kolossalen Ansammlungen von Gas und Staub, die oft einen Raum von Tausenden von Lichtjahren einnehmen, nicht vollständig zu riesigen Sternen verdichten? Schließlich sollte im Allgemeinen nichts die Schwerkraft daran hindern, bis zum Ende zu wirken.

Beobachtungen zeigen jedoch deutlich, dass nur wenige Prozent der Gesamtmasse solcher Haufen schließlich Sterne bilden. Es stellt sich heraus, dass etwas der Schwerkraft in seiner unaufh altsamen „besitzergreifenden“Kraft entgegenwirkt. Laut einer Version könnten dieses Etwas turbulente Wirbelwinde sein, die einen Hauch von Chaos in das harmonische Orchester der Sternentstehung bringen (sprich: „Stormborn“) – ähnlich wie der Wind Herbstblätter lange nicht zu Boden fallen lässt.

Es gibt jedoch eine alternative Sichtweise. Demnach führt die Bewegung geladener Teilchen in der Zusammensetzung einer Gas- und Staubwolke zur Entstehung eines komplexen Magnetfelds, dessen Energie „gegen“die Schwerkraft wirkt. Das Magnetfeld dient der natürlichen Geburtenkontrolle – und eine Gruppe amerikanischer Wissenschaftler unter Führung von Hua-bai Li fand neue Argumente für diese Version.

Anhand von Daten aus verschiedenen Beobachtungen analysierten sie die Polarisation der Strahlung von 25 dichten Haufen in mehreren Gas- und Staubnebeln. Es sind die Eigenschaften polarisierter Strahlung, die es ermöglichen, das Vorhandensein und die Eigenschaften eines Magnetfelds zu bestätigen. Und in diesen besonders dichten Haufen bilden sich aktiv neue Sterne.

Forscher haben gezeigt, dass in den meisten Fällen die Polarisation der Strahlung in diesen dichten Haufen genau mit der Polarisation der Strahlung des gesamten Nebels zusammenfällt. Dies bestätigt die "magnetische Theorie", denn wenn die Schwerkraft durch turbulente Kräfte kontrolliert würde, wäre die Polarisation chaotisch gerichtet. Es ist jedoch noch zu früh, die "Turbulenztheorie" vollständig zu verwerfen, obwohl klar ist, dass die Hauptrolle immerhin die Kräfte des Magnetismus spielen.

Laut einer Pressemitteilung des Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics

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